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EU-Forschungsprojekt PrEstoCloud: Cloud- und Fog-Ressourcen optimal aufeinander abstimmen

 

Am 24. und 25. Januar fand in Darmstadt das Kickoff-Meeting zum EU-Forschungsprojekt „PrEstoCloud“statt (Proactive Cloud Resources Management at the Edge for efficient Real-Time Big Data Processing). Ziel von PrEstoCloud ist die Entwicklung einer Software-Infrastruktur, die die Nutzung von Ressourcen aus Cloud und Fog in einer kostenoptimierenden Weise steuert und eine verbesserte sicherheitsorientierte Auswertung von Big Data in Echtzeit ermöglicht. Cloud-Ressourcen sind Computer und Dienstserver, die über das Internet in einem Netzwerk verbunden sind, während man unter Fog-Ressourcen kleine dezentrale Recheneinheiten in produktionsnahen Bereichen versteht.

PrEstoCloud wird von der Europäischen Kommission über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert und vereint insgesamt elf Partnerorganisationen aus Industrie und Forschung zu einem Projektkonsortium. Die Vertreter der Partnerorganisationen aus den Ländern Frankreich, Deutschland, Serbien, Slowenien, Griechenland, Zypern und Israel trafen sich zu ihrem gemeinsamen Startschuss in Darmstadt, dem Hauptsitz der Software AG, die gleichzeitig die Konsortialführerschaft inne hat.

Über zwei Tage diskutierten die Teilnehmer das geplante Konzept für die Software-Infrastruktur und die bestehenden Rahmenbedingungen. Das Herz der angedachten Lösung ist eine Software, die sich proaktiv und adaptiv den sich permanent verändernden Datenströmen anpasst und automatisch für eine optimale Orchestrierung der Cloud- und Fog-Ressourcen sorgt. Eine Veränderung der Datenströme kann jederzeit hinsichtlich der Menge oder der Größe der jeweiligen Daten auftreten. „Die angestrebte Software wird in der Lage sein, Veränderungen oder Veränderungsmuster in den Datenströmen in Echtzeit zu erkennen und die notwendigen Anpassungen in der Ressourcennutzung in Echtzeit umzusetzen“, kündigt Dr. Harald Schöning, Vice President Research der Software AG an.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungstätigkeit ist es, die neuen Datenschutzregeln der Europäischen Union, die ab Mai 2018 in Kraft treten und europaweit einheitlich und verbindlich sind, umzusetzen und sicherzustellen.

Die unternehmerische Relevanz der neuen Software-Infrastruktur soll sich an drei Anwendungen aus der Industrie beweisen:

  1. einem Logistikbetrieb, der eine kostenreduzierte Überwachung und Echtzeit-Steuerung seiner Flotte anstrebt,
  2. einem Sicherheits- und Überwachungsunternehmen, welches einer erweiterten und datenschutzrechtlich sicheren Datenanalyse bedarf und
  3. einem Medien- und Datenübertragungsanbieter, der Video- und Audioströme aus unterschiedlichen Quellen in Echtzeit und zu kostengünstigen Konditionen anbieten möchte.

 

Im Rahmen des Kickoff-Meetings wurden die genannten Anwendungsszenarien präzisiert und damit der Start der Entwicklungsaktivitäten eingeläutet. Offiziell startete das Projekt am ersten Januar 2017. Es dauert drei Jahre.